
Koblenz-Oberwerth
Sanierung einer denkmalgeschützten Altbauvilla der Architekten Huch & Grefges von 1927
Bauen im Bestand · Denkmalsanierung · Umbau · Kulturdenkmal
Bestandsanalyse · Entwurf · Planung · Bauleitung · Ausführung der Gewerke
Die Altbauvilla befindet sich in einer historisch gewachsenen Wohngegend auf dem Koblenzer Oberwerth und prägt mit ihrer Architektur bis heute das Straßenbild. Im Laufe ihrer Geschichte wurde die Haushälfte im kleineren Rahmen renoviert und an veränderte Bedürfnisse angepasst.
Vor Beginn der Planung wurde der Bestand umfassend analysiert. Historische Bauteile und Ausstattungsmerkmale wurden dokumentiert, spätere Veränderungen aufgenommen und der bauliche Zustand bewertet. Diese Bestandsaufnahme bildet die Grundlage für alle weiteren Planungsentscheidungen und den Umgang mit der denkmalgeschützten Bausubstanz.

Außenanschicht der sanierten Hälfte des denkmalgeschützten Doppelwohnhauses

Treppenhaus vor der Sanierung

Instandsetzungsarbeiten in den den Innenräumen
Im Rahmen einer Instandsetzung und Nutzungsänderung wurde die denkmalgeschützte Altbauvilla auf dem Koblenzer Oberwerth behutsam modernisiert. Ziel war es, den historischen Charme der Innenräume zu bewahren und zu betonen und das Gebäude an heutige Wohnanforderungen anzupassen.
Die Planung umfasste den Bauantrag, die Abstimmung mit der Denkmalpflege, die Bauleitung und die Ausführung der Instandsetzung und des Umbaus zu drei Wohneinheiten.
Die 1927 errichtete und denkmalgeschützte Stadtvilla ist Teil eines Doppelwohnhauses und weist bis heute zahlreiche originale Bauteile und architektonische Details auf. Zu Beginn des Projekts wurden das Tragwerk, die Gebäudehülle, die historischen Oberflächen und die technische Infrastruktur umfassend untersucht. Die Bestandsanalyse zeigte, dass die konstruktive Substanz eine solide Grundlage für die denkmalgerechte Weiterentwicklung bildet und dass zahlreiche historische Bauteile erhalten werden konnten. Ziel des Projektes war neben der Sanierung der Innenräume auch der Umbau zu des Wohnhauses zu drei abgeschlossenen Wohneinheiten.

Bei der Sanierung wird der Denkmalschutz nicht als Einschränkung, sondern als Ausgangspunkt jeder planerischen Entscheidung verstanden. Zu Beginn der Planung wurde das Gebäude vollständig erfasst und untersucht.
Die Bestandsaufnahme zeigte, welche Bauteile erhalten und restauriert werden können und an welchen Stellen behutsame Eingriffe notwendig sind, um das Gebäude langfristig weiter nutzen zu können und energetisch zu modernisieren.
Türen, Fenster, Gebälk und weitere prägende Details wurden aufbereitet und wieder eingebaut.

Schlafzimmer obere Etage nach der Sanierung

Wohnzimmer Erdgeschoss nach der Sanierung
In der bestehenden Haushälfte entstehen drei eigenständige Wohneinheiten. Die neue Aufteilung orientiert sich an der vorhandenen Gebäudestruktur und nutzt die bestehenden Räume größtenteils weiter. Dadurch bleibt der Charakter der Altbauvilla erhalten, während gleichzeitig zeitgemäßer Wohnraum geschaffen wird.
Bei der Planung wurden sowohl die Anforderungen des Denkmalschutzes als auch die baurechtlichen Vorgaben einer Nutzungsänderung berücksichtigt. Neue Bäder, angepasste Grundrisse und technische Erneuerungen werden in den Bestand integriert, ohne die historische Architektur unnötig zu verändern.

Einbau der aufbereiteten Türen der Stadtvilla

Renovierungsarbeiten in der Altbauvilla

Der Fokus der Arbeiten lag auf der behutsamen Erneuerung der Innenräume. Historische Fenster wurden aufgearbeitet und erhalten. Die Wand- und Deckenflächen werden instand gesetzt und erhalten neue Putz- und Farbfassungen, die sich an der vorhandenen Architektur orientieren.
Auch die Bodenbeläge wurden erneuert. Im Zuge des Umbaus entstanden zudem neue Sanitärbereiche mit zeitgemäßer Haustechnik für jede Wohnung.
Von der ersten Idee bis zur Realisierung begleiten wir Bauvorhaben in allen Planungs- und Ausführungsphasen. Dabei verstehen wir Architektur als kontinuierlichen Prozess, bei dem der Bestand, der Ort und die Anforderungen der Bauaufgabe gleichermaßen einfließen.
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